Mehr von mir unter:
Für zwischendurch: Google+
Kunst: Cappuccino-Art

Dieses Blog:
Newsealand - Southern-Afrika - Southern-Africa

Dienstag, 16. Februar 2016

Austin

Nun habe ich also schon Austin erreicht. Das Mädel am Empfang im Motel war echt nett. Bei einer netten Unterhaltung gab es ein paar Unverständlichkeiten. Beispielsweise mal wieder die Temperatur. Ich bin halt voll auf Celsius, die Amerikaner sind aber halt Fahrenheit. Sie hat aber recht schnell mitgekriegt das ich auf dem Weg hierher nicht 30 Grad Fahrenheit hatte. Schlau wie sie war hat sie es gleich in Ihrem Computer umrechnen lassen. Mit 105 Grad Fahrenheit war sie viel mehr zufrieden. Das Zimmer ist echt in Ordnung, der Preis auch. Ich sehe den Pool, bin aber nicht jemand der so was braucht. Die Klimananlage ist auch hier wieder das gute Modell, das scheint hier im Süden der Standard zu sein. Komisch ist nur die Matratze. Die ist hier in Plastik verpackt. Also nicht, nicht ausgepackt, sondern in einen extra Matratzenschoner aus Plastik. Na ja, wenns sein soll.

Den ersten Tag erkunde ich Austin, stehe ein bisschen im Stau, aber irgendwie nix besonderes. Aber immerhin mache ich die 6900 Kilometer voll, das sind 4288 Meilen.

Beim morgendlichen Duschen hat mich eine dunkelbraune Grille besucht. Da sie mich nicht mehr verlassen wollte, habe ich ihr den Ort gezeigt, wo es sich rechts herum dreht. Über Frühstück im Motel in Amerika verliere ich auch hier keine Worte mehr.

Offensichtlich gefällt dem Veloster und dem Navi auch heute die Hitze nicht. Trotz allem geht es erst einmal zum Mayfield Park:













Sehr schön, aber in der Hitze nicht so wirklich zu genießen. Man versucht dort, die in der Gegend ursprüngliche Vegetation wieder herzustellen.


Noch habe ich Reserven und besuche den in der Nähe liegenden Mount Bonnell. Auch in Austin gibt es verrückte Sportler. Beispielsweise diejenigen die Treppen hoch- und runterrennen. Und das in der Hitze!








Von Mount Bonnell hat man einen herrlichen Rundblick auf Austin.

Es ist warm. Ich verspüre Hunger und Durst. Ich finde einen What-a-Burger. Da ich den noch nicht kenne wird heute dieser ausprobiert. Innen ist die Klimaanlage auf Arktis. Eventuell aber auch auf Antarktis. Den Unterschied erkenne ich grade gar nicht. Das Getränk - eiskalt! Zum Glück hatte ich noch Eiswürfel reingetan. Beim Bestellen habe ich mich für den Triple Beef Burger entschieden. Die Dame an der Kasse hat mich gefragt ob ich Käse will. Ich beantworte die Frage mit Ja. Sie frägt mich wie oft ich den Käse will. Ich antworte: Einmal. Sie hat dann auch noch mal nachgefragt ob ich das wirklich will. Ich bejahe. Meine Bestellung erreicht die Küchenzone. Die Dame am Grill schriet nach vorne das ihre Kollegin hier wohl einen Fehler gemacht hat. Das steht nur einmal Käse und nicht drei mal. Die Kassendame sagt, das stimmt so, sie versteht es auch nicht, aber ich will das so. Juhu! Peinlich!

Ich verlege meine Touristische Aktivität ins Lady Bird Johnson Wildflower Center. Auch auf dem Weg hierher ist das Navi und ich nicht unbedingt einer Meinung. Aber ich erreiche das Center. Vielleicht nicht auf dem optimalsten Weg. Das Lady Bird macht den Spagat zwischen botanischen Garten, Kunstaustellung und Schrebergarten. Es ist fast nichts los in der Hitze, aber es ist eigentlich sehr schön hier:







Vom dortigen San Antonio Observation Tower hat man einen grandiosen Rundumblick:





Mein Heimweg heute wird lang. Nicht wegen der Meilen, es ist Stau allerorten. Im Motel erschöpft sich mein Sicherungskonzept Nummer 1. Der kleine 64 GB USB-Stick ist voll. Als zweites Sicherungsmedium dient nun eine SD-Card mit 32 GB.

Hooray! Love! Future!
SMD

Sonntag, 14. Februar 2016

Nix los


Noch ein Frühstück in Amarillo. Toast und Kaffee habe ich mir aus dem Frühstücksraum geholt. Es war eh kein Tisch frei. Und im Zimmer habe ich noch Minizimtschnecken, die ich gestern im Walmart entdeckt hatte. Wesentlich besser als das Angebot im Motel. Ich mag Zimtschnecken. Noch kurz skypen und zusammenpacken.
Es geht wieder auf den Highway. Gestern Abend hatte es noch mal zu regnen angefangen. In der Nacht ist es dann noch so richtig schlimm geworden. Gegen neun am Morgen hat es dann auch mal aufgehört. Doch dieser Tag war regnerisch. Es hat immer mal wieder vor sich hin geregnet. Na ja, wenn man im Auto sitzt, ist es eigentlich gar nicht so schlimm. Wenigstens ist es nicht so heiß.
Dies war wieder einer der Tage wo man sich auf der Straße zur eingeschalteten Cruise Control noch eine Lenkradarretierung wünscht. Man hätte dann beide Hände frei für wichtige Dinge. Da versteht man warum Google am Fahrerlosen Auto forscht.
Die Probleme die es jedoch verhindern:
Immer wieder zerfetzte Auto- und LKWreifen. Ich dachte in Namibia oder Südafrika wäre das schlimm, aber hier ist es ein wirkliches Problem.
Zum zweiten: Schlaglöcher. Also SchlagLÖCHER! Die Bumps sind hier teilweise so tief und groß das ich meinem Veloster drin parken könnte. OK, das war ein wenig übertrieben, aber ein halbes Vorderrad kann schon mal locker drin verschwinden. Das wäre dann wohl nicht gut für mich und meinen straff durchorganisierten Urlaub. Doch ich passe auf und der Veloster schlägt sich tapfer. Seit ich ihm den ECO Modus ausgetrieben habe macht es hin und wieder sogar ein wenig Spaß.
Aber nicht weitersagen!

Heute vermisse ich auch den alternativen Camaro Convertible nicht mehr. Wenn wir es mal ehrlich betrachten wäre das Poserauto nur in der Stadt interessant. Hier so Überland auf dem Highway ist das alles relativ egal. Und der Veloster ist wahrscheinlich leiser und spritsparender.

Wenn man hier so alleine unterwegs ist bekommen die Liedtexte der eigenen MP3s auf einmal eine völlig andere Bedeutung. Beispielsweise Battles von Axe (Link siehe unten).

Tanken war in Claude, Texas angesagt. Im Bild eine der amerikanischen Zapfsäulen. Irgendwie sehen die für mich wie ein einarmiger Bandit aus dem Casino aus:


In Wichita Falls hat sich dann mein Handy komplett neugestartet. Einfach so. Wenn so was passiert, das weiß ich aus Erfahrung, ist es am besten wenn man danach gleich noch einmal neustartet. Ich hab es dann lieber ausgeschaltet, ein wenig gewartet und dann wieder eingeschaltet. Es war völlig heiß, ich glaube meinem Handy ist zu warm.
In Wichita Falls war ich dann im Lucy Park und habe die Falls gesucht. Aber die sind nicht echt und mit Pumpe. Vergessen wir das Ganze.

Mittag gab es um halb drei in Bowie. Ohne David. Aber das erste mal in einem Sonic - America's Drive-In. Das ist dort so wie bei den Feuersteins im Nachspann. Man fährt in eine der Parkbuchten, liest die Karte auf der Fahrerseite und wenn man bestellen will drückt man den roten Knopf. Eine Stimme aus dem Lautsprecher nimmt die Bestellung auf. Wenn die die Verständigung klappt, vor allem als Tourist, dann zahlt man direkt an der Karte mit seiner Kreditkarte. Irgendwann bringt dann ein nettes Mädel das bestellte ans Auto. Klar, man isst dann im Auto. Das ist ein anderes Thema das mich nicht so begeistert hat.


Um halb fünf war ich dann in Burleson. Ach ja, der Highway in Fort Worth war eine gewaltige Baustelle. Hier in Burleson war übrigens meine billigste Tankstelle im ganzen Urlaub. Umgerechnet 054 Eurocent pro Liter.

Sonnenaufgang vom Hotelzimmer aus;


An diesem Tag bin ich kreuz und quer durch Dallas und Fort Worth gefahren. Ich bin bis Mesquite gekommen. So richtig Lust auf ein bestimmtes Ziel hatte ich nicht. Ich wüsste auch nichts was mich hier wirklich gereizt hätte. Manches hier verstehe ich nicht. Scheinbar wird hier schon teilweise Spanisch gesprochen. 

Es ist richtig heiß geworden, bis zu 38 Grad Celsius. Das Navi streikt und fordert Opfer. Nur wenn ich die Klimaanlage auf die Frontscheibe blasen lasse verrichtet es seinen Dienst. Wenn ich länger stehenbleibe brauche ich erst einmal einige Minuten bis das Auto wieder erträgliche Temperaturen bietet. Komplettes lüften und Motorbetrieb im Stand mit voller Klimaanlage sind nun Pflichtprogramm. Erst wenn es dem Navi angenehm ist geht die Fahrt weiter. Ich würde mehr vertragen bin aber über die Ausrede nicht wirklich böse. Dieses Einsteigeritual ist hier zu dieser Jahreszeit aber auch nicht wirklich unüblich.

Mein Garmin Navi hat sich hier in Amerika als sehr störrisch und eigensinnig erwiesen. So glücklich ich in Deutschland damit bin so zickig war es im gesamten Urlaub. Wenn eine Schule auf dem Weg liegt wird diese großzügig umfahren. Mautstrassen sind ihm manchmal völlig egal. Straßen in Wohnbezirken gibt es eigentlich nicht. Zumindest für die Routenplanung. Da fährt man aber auch wirklich besser gar nicht rein. Und überwiegend mag es auch nicht links abbiegen und plant dann lustige Routen rechts herum. Verkehrsmeldungen kommen zwar rein, führen aber fast nur zu Problemen. Staus von bis zu zehn Minuten kann man gefahrlos ignorieren, der vom Navi geplante Umweg dauert mit Sicherheit länger und kostet mehr Nerven.

Hier in Fort Worth hat es dann den Vogel abgeschossen. Erst hat es mich vom Highway runtergelotst um mir dann zu sagen ich solle jetzt bitte links wenden. Wie es aussieht kommt es mit den ganzen Baustellen hier nicht zurecht. Gut, wenn von zwei mal acht Spuren nur die Hälfte übrig ist und man quasi in Gegenrichtung fährt bemerkt das auch das Navi. Eine Einstufung als Geisterfahrer ist einem hier dann gewiss. Bitte wenden! Aber bitte rechts herum.
Warum die ganzen Baustellen? Die ziehen hier in der Mitte des Highways neue Expresswayspuren ein. Aber das habe ich ja hier schon mal erklärt.

Zum Glück gefällt mir meine momentane Unterkunft. Mir ist es draußen zu warm. Ich bin seit vier Uhr wieder in der Kühle der stationären Klimaanlage. Die Karte hätte hier sogar für den zweiten Tag funktioniert, aber ich hatte mich versehentlich ausgesperrt und deswegen dann eine neue bekommen. Schicksal!

Wenigstens gibt es hier überall viele lekkere Sachen mit Zimt. Ich mag Zimt!

Hooray! Love! Future!
SMD

PS:

Dienstag, 2. Februar 2016

Amarillo

Seit Seattle bin ich nun also 3442 Meilen, umgerechnet 5540 Kilometer, mit dem Hyundai Veloster gefahren.

Es regnet in Amarillo. Und das ziemlich stark:



Das sind so Momente in denen ich gar keine große Lust habe das Zimmer zu verlassen. Jedoch sehe ich die Notwendigkeit ein, dem Reinigungspersonal ungestörten Zugang zu ermöglichen. In Amerika kann man ja angeblich so toll shoppen. Also fahre ich zur Westgate Mall und zu Western Crossings. Es war nicht leicht dorthin zu gelangen. Teilweise waren die Straßen völlig überschwemmt. Die hiesigen Einwohner mit ihren aufgebockten Pick Up Trucks hatten hier natürlich einen Vorteil. Wie kleine Kinder freuen sie sich und fahren durch die allergrößten Pfützen, eigentlich kleine Seen. Ich mit meinem kleinen sportlichen Veloster stehe da eher verloren da. Dem geht da schnell die Luft unter dem Unterboden aus und schwimmen kann er meines Wissens nicht. Ein Motorschaden ist sicherlich auch nicht von der Versicherung gedeckt. Davon abgesehen habe ich mich an den weißen Hyundai gewöhnt, er folgt mir inzwischen fast aufs Wort.

Ich strapaziere das Navi, fahre nach Intuition und drehe um sobald mir die Wasserlöcher zu groß und tief erscheinen. Ich lerne die Stadt kennen, drehe immer wieder um und suche mir einen anderen Weg. Probleme macht dies nicht, die anderen Autofahrer haben durchaus Verständnis für meine Situation, auch wenn sie nicht immer selbst davon betroffen sind. Des weiteren scheinen nur Unerschütterliche, Verrückte oder der Notwendigkeit folgenden Verkehrsteilnehmer unterwegs zu sein. Zu welcher Gruppe ich gehöre vermag ich nicht zu entscheiden.

Natürlich bin ich heil in der Mall angekommen. Man muss sich das anders vorstellen als bei uns. Hier befindet sich die Mall im Zentrum eines oft ovalen Parkplatzes. Bei kleineren Malls sind die Läden untereinander auch nicht immer mit Übergängen verbunden. Bei den größeren gibt es natürlich wie bei uns ein "Rückgrat" also Verbindungsgänge, Toiletten, Aufzüge, Rolltreppen und all das. Hier scheint es jedoch eher üblich, vor dem gewünschten Laden zu parken und wenn man den Laden wechselt, dies gleich mit einem kurzen Autotrip in Form von Umparken zu verbinden.

Das erinnert mich an den Morgen im Motel. Meine Nachbarn sind gleich mit dem Auto ums Haus zum Frühstücksraum gefahren. Auch eine Möglichkeit. Mit deren Auto auch kein Thema. Das Auto ist oben auch mit im Bild.

Natürlich gab es auch hier einen Walmart. Dieser versorgt mich wieder mit einem lekkeren Sandwich.

Als es dann aufhörte zu regnen, sind dann auch gleich die Temperaturen wieder nach oben geschnellt. Ich versuche noch etwas Tagesprogramm und suche mir den Palo Duro Canyon Nationalpark aus:





Hier gibt es erst einmal Mittagspause mit Aussicht. Ein kleines Picknick mit Walmart Sandwich. Für mich ungewöhnlich, ich sitze da und genieße die Aussicht. Einfach so, ohne Planung, ohne Fotos - nichts! Schön!


Doch ich bin ja nicht zum Spaß hier:









Die Temperatur ging an diesem Tag eigentlich nur bis 31 Grad Celsius hoch. Aber da es vormittags geregnet hatte war es den ganzen Tag unheimlich schwül. Das macht so nicht wirklich Spaß.
















Gegen vier am Nachmittag war ich dann auch wieder zurück im Motel. Und wie es scheinbar so üblich ist wenn man ein Motelzimmer mehr als eine Nacht bucht, geht auch hier in Amarillo die Zimmerkarte am zweiten Tag nicht mehr. Das kenne ich doch schon von Colorado Springs. Und auch wenn ich das jetzt vorweg nehme, das ist mir überall passiert.

Noch ein wenig Internet, Reisebericht schreiben und all den anderen Kram. Heute mache ich keine großen Sachen mehr.

Morgen geht es weiter in Richtung Forth Worth bzw. Dallas. Ich habe eine preisgünstige Übernachtung in Burleson gefunden. Sieht vielversprechend aus.

Hooray! Love! Future!
SMD